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Cannabidiol - ein Leitfaden

Cannabidiol, auch bekannt als CBD, ist eine natürliche Substanz, welche inzwischen immer öfter in den Medien Beachtung findet.

Obwohl es ein recht neues Nahrungsergänzungsmittel ist, gibt es bereits erste Ergebnisse welche sehr vielversprechend sind. Allerdings gibt es - wie bei allen Produkten - auch einige Fehlinformationen und dadurch verursacht auch Verwirrung und Ängste bei den Anwendern.

Wir möchten Ihnen nachfolgend eine kleine, leicht verständliche Zusammenfassung über das Thema CBD geben, ohne dabei in die Tiefen der Biochemie einzutauchen.

CBD wird vorzugsweise mit Hilfe von überkritischer Kohlensäure aus industriellem Hanf extrahiert. Chemisch gesehen ist CBD eine von über 65 chemischen Substanzen, die als Cannabinoide bekannt sind und alle in der Cannabispflanze vorkommen. CBD ist die zweithäufigste Verbindung im Hanf und repräsentiert typischerweise bis zu 40% seiner Extrakte.

Der häufigste und bisher wohl bekannteste Inhaltsstoff von Cannabis ist das THC (Tetrahydrocannabiol), welches ebenfalls zu der Gruppe der Cannabinoiden zählt. Diese Substanz ist jedoch - sofern nicht im medizinischen Bereich angewendet -  illegal und dafür verantwortlich, dass die Konsumenten “high” werden.

Diese “Nähe” der beiden Inhaltsstoffe sorgt natürlich zu Verwirrungen und Ängsten bei den Verbrauchern. Noch in den 1980er Jahren glaubten sogar die Wissenschaftler, dass CBD eine natürliche Vorstufe für die Bildung von THC ist.

Zum Glück ist man heute in der Forschung bereits viel weiter und weiß, dass das CBD vollständig vom THC isoliert istund somit nicht berauschend wirken kann.  



Unterschied zwischen Hanf und Marihuana

Ursprünglich gab es lediglich drei Arten der Cannabispflanze:
cannabis sativa, cannabis indica und cannabis ruderalis

Cannabis sativa wurde im Laufe der Zeit immer weiter kultiviert, um daraus Hanföl, Nahrungsmittel, Hanffasern (für Kleidung und Seil) und Medizin zu gewinnen. Aufgrund der vielseitigen Anwendungsgebiete, handelt es sich hierbei um die häufigste Cannabissorte.
Cannabis sativa enthält von Natur aus mehr THC als Cannabidiol.

Cannabis indica wurde - wie der Name bereits vermuten lässt - erstmals in Indien entdeckt. Dabei handelt es sich aber eher um eine buschartige Pflanze. Allerdings wird von einigen Wissenschaftlern die Existenz dieser Cannabis Art angezweifelt.
Cannabis Indica hat eine höhere CBD-Konzentration als THC

Cannabis ruderalis findet man überwiegend in Russland. Diese Cannabis Sorte hat die Eigenschaft härteren Bedingungen standzuhalten und blüht früher als Cannabis sativa oder indica.
Allerdings hat diese Art die geringsten Anteile an THC und CBD.

Kultivierung von Cannabis sativa

Bedingt durch den Anbau des Hanfs als Nutzpflanze, führten die Auswirkungen der Züchtungen zu einer Vielzahl von Cannabissorten - selbst innerhalb der ursprünglichen Gattungen. Dabei Stand das Bestreben die Spezies für den gewünschten Zweck zu optimieren immer im Vordergrund.

Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Arten der Cannabissorten gezüchtet, welche unterschiedliche Eigenschaften haben. Zum Teil als Nahrung, zur Herstellung von Textilien, aber auch für medizinische Zwecke.

Den größten Teil der neuen Cannabisarten werden aus der ursprünglichen Sorte Cannabis sativa kultiviert. Das Hauptziel war es den THC Gehalt zu minimieren und die Pflanzenfasern größer und robuster zu machen. Somit können die Pflanzen legal angebaut und effektiver zur Herstellung von Hanfstoffen genutzt werden.

Allerdings gibt es auch Züchtungen von Cannabis Sativa, welche für medizinische Zwecke angewendet werden, indem die Konzentrationen an THC maximiert wurden. Diese Sorten sind jedoch nicht frei verkäuflich, da sie ebenso als Freizeitdrogen verwendet werden können.

Hanf oder Marihuana?

Industriehanf und medizinisches Marihuana sind optisch so unterschiedlich, dass die meisten Laien nicht sagen könnten, dass sie zur selben Pflanzengattung gehören. Hanf hat große, faserige Stiele und nur sehr wenige Blütenknospen. Marihuana-Pflanzen sind dagegen kurz und buschig  

Der wichtigste Unterschied zwischen Hanf und Marihuana ist allerdings die Tatsache, dass bei der Züchtung von industriellem Hanf darauf geachtet wird die THC Konzentration zu minimieren, damit die Ware legal verwendet werden darf.
Im Gegensatz dazu ist man bei Marihuana bemüht - sei es aus medizinischen oder sonstigen Gründen - einen möglichst hohen Gehalt der berauschen Substanz THC zu züchten.

Daher ist es auf Grund des chemischen Profils des industriellen Hanf nicht möglich eine psychoaktive Wirkung hervorzurufen. Allerdings ist er weiterhin reich an CBD, weshalb er eine ideale und vor allem legale Alternative zu medizinischem Marihuana ist. Denn Hanfprodukte mit einem Gehalt von weniger als 0,2 % THC sind in vielen Ländern dieser Welt als legal eingestuft.

Funktionsweisen von CBD und THC

Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) sind die zwei häufigsten Cannabinoide, die natürlicherweise im Hanf vorkommen.

Sie interagieren als natürliche Phytocannabinoide hauptsächlich mit Zellen im Gehirn und dem Nervensystem..

Sowohl CBD als auch THC haben eine breite Palette von Anwendungen und sind auf molekularer Ebene ähnlich, weshalb es immer noch viele Fehlinformationen über diese Substanzen gibt. Daher möchten wir nachfolgend einiger wissenschaftliche Fakten über CBD und THC auflisten und die Unterschiede objektiv und in einfachen Worten erklären.

Sowohl CBD als auch THC interagieren mit Zellen in unserem Körper, indem sie die Cannabinoidrezeptoren aktivieren . Vereinfacht gesagt, sind diese Rezeptoren dafür verantwortlich Signale in unserem Körper zu übertragen, welche unterschiedliche Wirkungen verursachen.

Einige Cannabinoide - wie z.B. das CBD - sind in der Lage Wirkungen zu erzielen welche von uns von Vorteil sind und dabei keine nennenswerten Nebenwirkungen zeigen. Vielmehr können Sie den Körper sogar vor den negativen Auswirkungen von THC schützen.

Andere - wie das THC - verursachen unerwünschte psychoaktive Wirkungen in unserem Körper, wie z.B. einen Rauschzustand oder Depressionen. Bereits kleine Mengen THC können stark psychoaktiv wirken und das Verhalten beeinflussen, was es zu einer beliebten Freizeitdrogen macht.

Allerdings hat THC auch wünschenswerte medizinische Wirkungen. So wird es seit einiger Zeit als Schmerzmittel bei der Behandlung der Symptome von Krankheiten wie z.B. Krebs und chronisch kranken Schmerzpatienten eingesetzt. Voraussetzung für eine legale Anwendung ist jedoch, dass das medizinische Marihuana vom Arzt verschrieben wird.

Hier sollte aber auch darauf geachtet werden, dass Studien nahelegen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Langzeitanwendung von THC und bestimmten psychiatrischen Störungen, einschließlich Schizophrenie, Depression und Psychose, gibt.

Momentan ist es noch so, dass die Wirkungen von CBD viel weniger untersucht wurden als die von THC. Allerdings gilt es als sicher, dass CBD nicht als Freizeitdroge missbraucht werden kann und die Wissenschaft geht davon aus noch viele neue und interessante Anwendungsgebiete für CBD zu entdecken.

Was ist ein Cannabinoid?

Cannabinoide sind natürlich vorkommende Verbindungen in der Cannabispflanze. Aktuell sind ca. 65 Cannabinoide bekannt und gemeinsam verantwortlich für die Vor- und Nachteile von medizinischem Marihuana und Hanfprodukten. Da diese Cannabinoide als natürliche Substanz in der Pflanze zu finden sind, spricht man auch von Phytocannabinoiden.

Es gibt aber auch Cannabinoide, welche innerhalb des Endocannabinoidsystems des Körpers produziert werden, und durch chemische Reaktionen hergestellte synthetische Cannabinoide.

Cannabinoide stellen also eine vielfältige Klasse von chemischen Verbindungen dar, die sehr unterschiedlich sein können. Ihr einziges gemeinsames Merkmal ist, dass sie alle direkt oder indirekt auf die Cannabinoid-Rezeptoren des Körpers einwirken

Unsere Cannabinoid-Rezeptoren und das Endocannabinoid-System

Der menschliche Körper hat tatsächlich Bereiche, die speziell für Cannabinoide gemacht wurden - diese werden  Cannabinoid-Rezeptoren genannt und bilden das System, das für zahlreiche physiologische und mentale Prozesse verantwortlich ist.

Dieses sogenannte Endocannabinoidsystem umfasst die Zellrezeptoren CB1 und CB2 im Gehirn und in verschiedenen anderen Organen des Körpers. Während die CB1-Rezeptoren hauptsächlich im Gehirn (aber auch in Leber, Nieren und Lunge) vorkommen, findet man die CB2-Rezeptoren hauptsächlich im Immunsystem und in den sogenannten natürlichen Killerzellen..

Die Cannabinoid-Substanzen - gleich aus welcher Quelle sie kommen - binden sich an diese Rezeptoren, um verschiedene Funktionen im Körper zu koordinieren.

Einige dieser Cannabinoide (wie THC)  interagieren stark mit einem oder beiden CB-Rezeptoren, was zur Beeinflussung der Stimmung, Konzentration und des Bewusstseins führen kann. Andere Cannabinoide, wie das CBD, haben weniger direkte Auswirkungen auf das Endocannabinoidsystem.

 

Externe vs. interne Cannabinoide

Das menschliche Endocannabinoid-System arbeitet hauptsächlich mit den körpereigenen Cannabinoiden, die vom Körper selbst produziert werden. Dazu gehört auch das Arachidonylethanolamin - Anandamid genannt - von dem angenommen wird, dass es mehrere Funktionen wie die Regulierung des Appetits und die Gefühle Freude und Dankbarkeit reguliert.

Werden Cannabinoide jedoch zusätzlich eingenommen, ist es schwierig, zwischen den therapeutisch erwünschten Wirkungen und den unerwünschten Wirkungen verschiedener Phytocannabinoide zu unterscheiden. Grund hierfür ist, dass die Cannabinoid-Rezeptoren eine  Vielzahl von Signalen senden, die miteinander verbunden sind um die Körperfunktionen zu koordinieren. So senden z.b. CB1-Rezeptoren Signale, die die Sinne regulieren, während Cannabinoide, die mit CB2-Rezeptoren interagieren, gleichzeitig die Sensibilität des peripheren Nervensystems beeinflussen.

Da Cannabis in seiner natürlichen Form oft mehr als 60 verschiedene Cannabinoide enthält, ist es schwierig die spezifischen Wirkungen auf einzelne Cannabinoide zurückzuführen. Außerdem interagieren einige Cannabinoide synergistisch und erzeugen einzigartige Effekte. So hemmt z.B. CBD die psychoaktiven Wirkungen von THC, wenn beide zusammen eingenommen werden.

 

Wie funktioniert CBD?

Vereinfacht gesagt hat CBD die Besonderheit, dass es als Cannabinoid nicht direkt  mit den CB1- oder CB2-Rezeptoren interagiert, sondern die Kapazität der Rezeptoren optimiert und so die Funktionen der übrigen Cannabinoiden - einschließlich der körpereigenen Endocannabinoiden - unterstützt.

Die Auswirkungen von CBD auf das Endocannabinoide System des menschlichen Körpers haben viele Forscher überrascht und zu weiteren Forschungen angespornt. Einige der wichtigsten CBD-Funktionen sind:

  • Erhöht effektiv die CB1-Dichte und  verstärkt die Wirkung aller Cannabinoide, die an CB1-Rezeptoren binden.

  • Wirkt als  5-HT1a-Rezeptor-Agonist (aktiviert also den Rezeptor) im Gehirn. Dies bedeutet, dass CBD beruhigende Wirkungen hat, wie einige starke Analgetika

  • Wirkt als inverser Agonist  der CB2-Rezeptoren, wodurch die Wirkung von Cannabinoiden, die CB2-Rezeptoren weniger reaktionsfähig machen, effektiv reduziert wird.
    (Inverse Agonisten sind Substanzen, die an denselben Rezeptor wie Agonisten binden, aber genau das Gegenteil bewirken)

  • Wirkt als Antagonist (hemmt oder dämpft die Funktion) für den mutmaßlichen GPR55-Rezeptor, ein Element des Endocannabinoid-Systems, das noch erforscht wird. (Es wird vorgeschlagen, dass GPR55  insgesamt eine dritte Art von Cannabinoid-Rezeptor sein könnte .)

Zusammenfassend kann man sagen, dass CBD im Gegensatz zu den meisten Cannabinoiden sehr behutsam mit den Rezeptoren agiert. Die Besonderheit liegt vielmehr darin, dass das CBD anderen Cannabinoiden hilft besser absorbiert zu werden oder die Wirkung der Cannabinoide hemmt, welche die Rezeptoren weniger effektiv machen.

 

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